Asbest – Gefahrstoff im Garten
Im „Leipziger Gartenfreund“ fanden wir einen interessanten Artikel zum Thema Asbest, den wir mit Erlaubnis des Autors André Dreilich gern wiedergeben:
Was tun, wenn Asbest in der Gartenlaube steckt?
Schon in der Antike galt Asbest als unzerstörbares Material. Um seine Gefährlichkeit weiß man erst seit den 1940er Jahren. Bis heute ist der Gefahrstoff ein Thema, z.B. beim Abriss einer Gartenlaube.
Der vor rund 2000 Jahren lebende römische Gelehrte Plinius d.Ä. schrieb über Tischtücher, die nach Gebrauch im Feuer gereinigt wurden. Auch Karl der Große soll lt. einer Legende Gäste damit beeindruckt haben. Marco Polo nannte das in China verwendete unbrennbare Gewebe als „von der Art des Salamanders”. Obwohl Asbestose in den 1940er Jahren die Anerkennung als Berufskrankheit erhielt, blieb Asbest u.a. als feuerfeste Unterlage für Elektroinstallationen, zur Herstellung von Faserzement (Eternit bzw. Baufanit) und als Dämmstoff noch Jahrzehnte in Gebrauch. Sogar in Opas altem Röhrenradio und anderen Haushaltgeräten lauert u.U. Asbest.

Foto: A. Dreilich
Auch in Kleingärten kann das Material, z.B. in Dächern und Fassaden von Lauben aus den 1970er Jahren, stecken. Gefährlich wird es, sobald Fasern freigesetzt werden. Das geschieht, wenn die Platten verwittern sowie bei Reparatur- bzw. Abrissarbeiten.
Deshalb verbietet die Kleingartenordnung in Punkt 10.6 u.a., asbesthaltige Materialien zu bearbeiten, für Beeteinfassungen usw. zu verwenden sowie im Garten zu lagern oder zu vergraben. Das Material ist fachgerecht zu entsorgen, das Entfernen von Dachplatten und anderen Teilen bedarf der schriftlichen Genehmigung durch den Verein.
Um beim Entsorgen asbestbelasteten Materials Gesundheitsgefahren für sich und Dritte auszuschließen, sollte unbedingt auf zugelassene Fachfirmen zurückgegriffen werden. –ad
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