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28. Januar 2026

Asbest – Gefahrstoff im Garten

Im „Leipziger Gartenfreund“ fanden wir einen interessanten Artikel zum Thema Asbest, den wir mit Erlaubnis des Autors André Dreilich gern wiedergeben:

Was tun, wenn Asbest in der Gartenlaube steckt?

Schon in der Antike galt Asbest als unzerstörbares Material. Um seine  Ge­fährlichkeit weiß man erst seit den 1940­er Jahren. Bis heute ist der Gefahrstoff ein Thema, z.B. beim Abriss einer Gartenlaube.

Der vor rund 2000 Jahren lebende römische Gelehrte Plinius d.Ä. schrieb über Tischtücher, die nach Gebrauch im Feuer gereinigt wurden. Auch Karl der Große soll lt. einer Legende Gäste damit beeindruckt haben. Marco Polo nannte das in China verwendete unbrennbare Gewebe als „von der Art des Salamanders”. Obwohl Asbestose in den 1940er Jahren die Anerkennung als Berufskrankheit erhielt, blieb Asbest u.a. als feuerfeste Unterlage für Elektroinstal­la­tionen, zur Her­stellung von Faserzement (Eternit bzw. Bau­fanit) und als Dämmstoff noch Jahrzehnte in Gebrauch. So­gar in Opas altem Röhrenradio und anderen Haus­haltgeräten lauert u.U. Asbest.

Nichts für Heimwerker: Gefahrstoff auf dem Laubendach.

Foto: A. Dreilich

Auch in Kleingärten kann das Material, z.B. in Dächern und Fassaden von Lauben aus den 1970er Jahren, stecken. Gefährlich wird es, sobald Fasern freigesetzt werden. Das geschieht, wenn die Platten verwittern sowie bei Reparatur- bzw. Abrissarbeiten.

Deshalb verbietet die Kleingartenordnung in Punkt 10.6 u.a., as­best­haltige Materialien zu bearbeiten, für Beeteinfassungen usw. zu verwenden sowie im Garten zu lagern oder zu vergraben. Das Material ist fach­gerecht zu entsorgen, das Entfernen von Dachplatten und anderen Teilen bedarf der schriftlichen Genehmigung durch den Verein.

Um beim Entsorgen asbestbelas­te­ten Materials  Gesundheitsgefahren für sich und Dritte auszuschließen, sollte unbedingt auf zugelassene Fach­firmen zurückgegriffen werden.    –ad


Sehen Sie auch:

Der Leipziger Gartenfreund über Asbest im Kleingarten