Leverkusen
Das W 1 wird skelettiert VON LUDMILLA HAUSER
Leverkusen (RP) Dem Bayer-Hochhaus geht es an die Innereien.
Es wird entkernt.
Danach dient das W1 als Litfaßsäule.
Dass ein Herr Vogel und ein Herr Ziervogel bei Bayer gemeinsam an einem Projekt arbeiten, hat mit der folgenden Geschichte nichts zu tun. Ist aber ein hübscher Zufall, obgleich dass, was die beiden da betreuen, im vergangenen Monat nicht federleicht, sondern tonnenschwer war. Herr Vogel, Vorname Wolfgang, ist Bauherr, Herr Ziervogel, Vorname Gerd, der Projektleiter für den Umbau des Bayer-Hochhauses (interne Bezeichnung: W 1) zur wohl weltgrößten „Medienfassade“. Der Abbruch aller Überflüssigkeiten ist unter den Adleraugen von Vogel und Ziervogel seit Anfang September im Gange – im Inneren der 32 Stockwerke der Ex-Konzernzentrale.
Rund 20 Mitarbeiter des Abbruchunternehmens Caruso (aus dem Leipziger Raum) haben das zuvor in „gute Möbel, schlechte Möbel“ sortierte Innenleben ausein-andergenommen. „250 Tonnen Möbel schaffen wir hier bis Ende September raus“, sagt Caruso-Projektleiter Lutz Gebauer in Etage sechs bei der Hausbegehung. Und das sei nur die Ausschussware, schiebt Wolfgang Vogel hinterher. „Die brauchbaren Möbel haben wir weiter verwendet.“ Die nostalgischen Garderobenständer (könnten aus den Anfängen von W 1 Mitte der 60er Jahre stammen) gehören nicht dazu. Raus damit.
Die 29. Etage ist komplett nackt
Carusos Männer arbeiten von oben nach unten. Das 29. Stockwerk, die letzte Büroetage vor den Technik-Stockwerken, ist bis auf den Rohbau, Feuerlöscher und Hinweise zu Notausgängen und der Alarmanlage komplett nackt. Bis Etage sieben runter sieht es ähnlich karg aus. Auf der sechsten Etage liegt noch der moccabraune Teppich, ein paar abgelaufene Kalender hängen an den kahlen Wänden, ein schwerer runder Tisch steht da. Der bleibt, dient später im Erdgeschoss während des Umbaus den Herren Vogel und Ziervogel als Unterlage für auszubreitenden Pläne. „Es kommt alles raus, was nicht zur Trag- und Standfähigkeit des Gebäudes nötig ist“, sagt Ziervogel ohne Wehmut – alles, außer den Decken und Stahlstützen, einer Treppe und einem Lastenaufzug. Vom W 1 bleibt nur das Skelett.
Ist alles, was per Aufzug erledigt werden kann, getan, ordern Vogel/Ziervogel im April 2008 einen 140 Meter hohen Kletterkran und ein fahrbares Schutzgerüst: Damit können die Arbeiter die Fassade von außen aus demontieren.
Exakt in einem Jahr, Oktober 2008, bekommt das W 1-Skelett sein 15 000 Quadratmeter großes High-Tech-Mäntelchen umgehangen. Geschätztes Gewicht: 30 Tonnen. Die Konstruktion wird an rund 8000 Haken befestigen. Im Mäntelchen eingewoben sind die LED-Leuchten der Lichtfassade.Bis dahin aber wird W 1 weiter skelettiert. Nach dem Ausräumen geht
es ans Eingemachte. Die Caruso-Jungs fangen wieder oben an – mit der Demontage der teils museumshaft anmutenden Haustechnik. Halt machen müssen die Abbrecher im Erdgeschoss. Da befindet sich Vogel/Ziervogels Lieblingsfiletstück: die Natursteinwände. „Wir überlegen noch, was damit werden soll. Die sind einfach zu schön“, sind sich Herr Vogel und Herr Ziervogel einig.
Farbenspiel: Bayer lässt Helligkeit und Abstrahlwinkel testen. RP-Fotos: Miserius
Leverkusen (RP) Das Bayer-Hochhaus an der Kaiser-Wilhelm-Allee dient derzeit als Versuchsanlage: Der Weltkonzern lässt die geplanten Leuchteinheiten der so genannten Medienfassade testen. Im oberen Drittel des ehemaligen Bayer-Verwaltungssitzes hängt deshalb ein rund 18 Quadratmeter großes Metallgewebe, das mit Leuchtdioden bestückt ist. Sie leuchten mal in Rot, in Grün und in anderen Farben. Zwischendurch laufen Leuchtbuchstaben über die Testfläche, die – natürlich rein zufällig – den Namen „Bayer“ in die Luft schreiben.
Unabhängig von den Tages- oder Nachtzeiten sollen Bilder, auch bewegte, an den breiten Front- und Rückseiten des Hochhauses möglich sein. Grund für die Untersuchungen: Bisher gebe es keine Erfahrungen mit einer so großen Lichtanlage, wie sie für das 122 Meter hohe Gebäude vorgesehen ist. Insgesamt werden 3,5 Millionen Leuchtdioden an der Fassade befestigt. Testpunkte sind etwa der Abstrahlwinkel und die Helligkeit.
Ab 2009 soll die Ex-Konzern-Zentrale in eine „Medienskulptur“ verwandelt werden. Die Reklametafel wird weit ins Bergische Land und selbstverständlich bis Köln zu sehen sein. Die Leuchtdioden-Technik ermögliche es, auch tagsüber das Bayer-Kreuz an den Ost- und Westfassaden darzustellen: Das Firmenzeichen wird dann eine Größe von 40 mal 40 Meter erreichen.
Leverkusen
Das W 1 wird skelettiert
VON LUDMILLA HAUSER Leverkusen (RP)
Dem Bayer-Hochhaus geht es an die Innereien. Es wird entkernt.
Danach dient das W1 als Litfaßsäule. Dass ein Herr Vogel und ein
Herr Ziervogel
bei Bayer gemeinsam an einem Projekt arbeiten,
hat mit der folgenden Geschichte
nichts zu tun. Ist aber ein hübscher Zufall,
obgleich dass, was die beiden da betreuen,
im vergangenen Monat
nicht federleicht, sondern tonnenschwer war. Herr Vogel,
Vorname Wolfgang, ist Bauherr, Herr Ziervogel, Vorname Gerd,
der Projektleiter für den Umbau des Bayer-Hochhauses
(interne Bezeichnung: W 1)
zur wohl weltgrößten „Medienfassade“.
Der Abbruch aller Überflüssigkeiten
ist unter den Adleraugen
von Vogel und Ziervogel seit Anfang September im Gange –
im Inneren der 32 Stockwerke der Ex-Konzernzentrale.
Rund 20 Mitarbeiter des Abbruchunternehmens Caruso
(aus dem Leipziger Raum)
haben das zuvor in „gute Möbel,
schlechte Möbel“ sortierte Innenleben
auseinandergenommen.
„250 Tonnen Möbel schaffen wir hier bis Ende September raus“,
sagt Caruso-Projektleiter Lutz Gebauer in Etage sechs bei der Hausbegehung.
Und das sei nur die Ausschussware, schiebt Wolfgang Vogel hinterher.
„Die brauchbaren Möbel haben wir weiter verwendet.“
Die nostalgischen Garderobenständer (könnten aus den Anfängen von
W 1 Mitte der 60er Jahre stammen)
gehören nicht dazu.
Raus damit. Die 29. Etage ist komplett nackt.
Carusos Männer arbeiten von oben nach unten. Das 29. Stockwerk,
die letzte Büroetage vor den Technik-Stockwerken, ist bis auf den Rohbau,
Feuerlöscher und Hinweise zu Notausgängen und der Alarmanlage komplett nackt.
Bis Etage sieben runter sieht es ähnlich karg aus.
Auf der sechsten Etage liegt noch
der moccabraune Teppich,
ein paar abgelaufene Kalender hängen an den kahlen Wänden,
ein schwerer runder Tisch steht da. Der bleibt, dient später im Erdgeschoss
während des
Umbaus den Herren Vogel und Ziervogel als Unterlage
für auszubreitenden Pläne.
„Es kommt alles raus, was nicht zur Trag- und Standfähigkeit des Gebäudes
nötig ist“,
sagt Ziervogel ohne Wehmut – alles, außer den Decken und
Stahlstützen,
einer Treppe und einem Lastenaufzug. Vom W 1 bleibt nur das
Skelett. Ist alles,
was per Aufzug erledigt werden kann, getan,
ordern Vogel/Ziervogel im April 2008
einen 140 Meter hohen Kletterkran
und ein fahrbares Schutzgerüst:
Damit können die Arbeiter die Fassade
von außen aus demontieren.
Exakt in einem Jahr, Oktober 2008, bekommt das W 1-Skelett sein
15 000 Quadratmeter großes High-Tech-Mäntelchen umgehangen.
Geschätztes Gewicht: 30 Tonnen. Die Konstruktion wird an rund
8000 Haken befestigen. Im Mäntelchen eingewoben sind die LED-Leuchten
der Lichtfassade.Bis dahin aber wird W 1 weiter skelettiert. Nach dem Ausräumen
geht es ans Eingemachte. Die Caruso-Jungs fangen wieder
oben an –
mit der Demontage der teils museumshaft anmutenden Haustechnik.
Halt machen müssen die Abbrecher im Erdgeschoss. Da befindet sich
Vogel/Ziervogels Lieblingsfiletstück: die Natursteinwände.
„Wir überlegen noch, was damit werden soll. Die sind einfach zu schön“,
sind sich Herr Vogel und Herr Ziervogel einig.
Betriebsfahrt 2008 nach zum W1 (Bayer-Hochhaus) nach Leverkusen
Unser Betriebsausflug
zu den Bayer-Werken nach Leverkusen fand Ende September statt.
Wir trafen uns bereits 3.45 Uhr auf dem Firmenhof in Großpösna. Pünktlich 4.00 Uhr startete unser komfortabler Reisebus. Für heißen Kaffee und Frühstück während der Fahrt war gesorgt.
Etwa 10:30 Uhr erreichten wir „unser“ Hochhaus W1, die ehemalige Konzernzentrale der Bayer-Werke, die derzeit - mittels unserer Hilfe - zur größten Medienfassade der Welt umgestaltet wird. Hier erwartete uns schon Lutz Gebauer, unser Oberbauleiter, der uns durchs Objekt führte und das Bauvorhaben erläuterte. Nach einem Blick von der 32. Etage auf den Rhein und das Umland nahmen wir gegen 12.00 Uhr das Mittagessen in einem Bayer-Restaurant ein.
13:30 Uhr ging es per Bus in die Kölner Innenstadt. Dort stieg ein Stadtführer zu und berichtete uns Interessantes zu Historie und Gegenwart dieser 2.000jährigen Stadt:
Imposante Bauwerke, antike Überreste und natürlich Kirchen - in Köln gibt es fast an jeder Straßenecke etwas zu entdecken.
Nach der Rundfahrt besichtigten wir noch ganz individuell den Dom, das bedeutende Bauwerk deutscher Kirchenarchitektur. Der Kölner Dom ist mit 157,38 Metern Höhe nach dem Ulmer Münster die zweithöchste Kirche Deutschlands sowie die dritthöchste der Welt. Jedes Jahr besuchen ca. sechs Millionen Menschen den Kölner Dom - nun waren endlich auch wir dabei!
Nach der Kirche ging’s in die Kneipe: Gegen 17.00 Uhr begaben wir uns nach nebenan ins Brauhaus Sion zu einem deftigen Essen und Kölsch vom Fass. So gestärkt machten wir uns etwa um 19 Uhr auf die Rückfahrt nach Großpösna, wo wir gegen Mitternacht eintrafen.
Ein wirklich gelungener Tag!
Oberbürgermeister Küchler informierte sich über den Fortgang der Umgestaltung des Bayer-Hochhauses zur Medienfassade
Sichtlich beeindruckt zeigte sich am Freitag, 24. Oktober, Oberbürgermeister Ernst Küchler, über den Fortgang der Umgestaltung des Bayer-Hochhauses zur Medienfassade, die nach der Fertigstellung im Sommer 2009 die größte Medienskulptur der Welt sein wird. Michael Schade, Leiter der Unternehmenskommunikation der Bayer AG, Wolfgang Vogel, Leiter Neubau, Bauprojekte von Bayer Real Estate und Projektleiter Ulrich Bernhard informierten den Oberbürgermeister über den derzeitigen Stand der Umgestaltung und demonstrierten in einer Animation die visuellen Möglichkeiten der neuen Fassade. Ab Mitte 2009 will der Konzern ein bis zu 40 Meter großes Bayer Kreuz Tag und Nacht leuchten lassen und verschiedene Botschaften nach Leverkusen und in die Region senden. Eine Metallhülle mit rund 5,6 Millionen integrierten LED-Leuchten wird dies auf spektakuläre Wiese ermöglichen. .Der Oberbürgermeister nutzte die Gelegenheit, um sich in einzelnen Etagen der früheren Konzernzentrale ein detailliertes Bild über die Arbeiten zu machen und auch noch einmal einen Blick vom Dach des Hauses auf die Stadt und die Region zu werfen. Oberbürgermeister Ernst Küchler zeigte sich überzeugt davon, dass „diese Medienfassade in der Verbindung mit dem alten Bayerkreuz, für dessen Erhalt sich die Bürgerinnen und Bürger Leverkusens so vehement eingesetzt haben, ein Wahrzeichen für Tradition und Innovation eines gossen Unternehmens werden wird.".
Leverkusen, 24.12.2008
VON LUDMILLA HAUSER Leverkusen (RP)
FOTOS: UWE MISERIUS
Das Bayer-Hochhaus ist derzeit nur noch ein Gerippe –
ohne Innenleben, ohne Aufzüge.
Im Januar soll auch die alte Fassade runter. Aus der alten Konzernzentrale wird nicht nur eine Medienfassade, sondern eine Medienskulptur.
Imposant: Das 122 Meter hohe BayerHochhaus. Die alte soll bald verschwinden.
Für die Grande Dame im Chempark – und grande ist dabei wörtlich zu nehmen – wird das neue Jahr ein Neuanfang. Ziemlich mutig nach fast 50 Jahren als Herberge nun eine Karriere als Medienskulptur zu beginnen. Aber sie macht’s, und sie wird im Spätsommer strahlen wie die Königin der Nacht.
Der nüchterne Blick eines Bauleiters, wie Wolfgang Vogel von Bayer Real Estates einer ist, liest sich schlichter: W1 wird komplett entkernt, Korrosionsschutz wird angebracht, die Fassade kommt weg, die neue Fassade mit allem Drum und Dran kommt dran. Fertig.
Arbeitsplatz im 27. Stock
So kurz ließe sich formulieren, was seit September 2007 an der ehemaligen Konzernzentrale von Bayer passiert – und sich hautnah überprüfen lässt. Jedenfalls von den Arbeitern, die jeden Tag den äußerst luftigen Außenaufzug am Bayer-Hochhaus besteigen und damit zu ihren Arbeitsplätzen fahren – etwa in den 27. Stock.
Drinnen, wo einst stolze acht Fahrstühle das Personal chauffierten, gähnen Löcher. „Beim Entkernen musste alles raus“, sagt Wolfgang Vogel nüchtern. „Das fing bei den Möbeln an, ging über Wände, Decken, Fußböden, Estriche, Verkabelungen bis zur Technik.“ Kurzum: Die Grande Dame ist innen und demnächst auch temporär außen ziemlich nackt.
Die noch brauchbaren Möbel gingen zum großen Teil zu Bayer Material Science, etliches auch an die Baufirma Caruso, deren Männer die Wiederaufpäppelung von W1 von oben nach unten vornehmen.
Das Bayer-Hochhaus wurde 1963 gebaut und diente dann bis ins Jahr 2002 als Konzernzentrale. Das 122 Meter hohe Gebäude besitzt 31 Etagen, 29 wurden als Büroetagen eingerichtet, die beiden oberen Etagen waren der Technik vorbehalten.
Ursprünglich war vorgesehen, das Haus abreißen zu lassen, im vergangenen Jahr verkündete Bayer dann, die ehemalige Konzernzentrale werde zur Medienfassade umgebaut. Zu den Kosten schweigt der Konzern.
Die obersten Stockwerke innen sind fast fertig. Eine riesige Dieselheizung pustet Wärme auf die Etage, damit die Schutzfarbe trocknet. „Temperaturen unter fünf Grad sind schlecht, dann trocknet nichts, und wir kommen nicht voran“, sagt Lutz Gebauer von Caruso.
5,6 Millionen LED-Leuchten werden W 1 in Zukunft erhellen.
An der dünnen, noch vorhandenen Alt-Fassade spannt sich oben ein Drahtseil, darunter ein stabiles Sicherheitsnetz. „Das ist für die Zeit, in der die alte Fassade abgerissen wird“, sagt Gebauer. Am Stahlseil müssen sich die Arbeiter dann einhaken, das Netz soll außerdem schützen. Das ist nichts für nicht schwindelfreie Gemüter.
Die Etagen erhalten in Fensternähe einen blauen Anstrich.
„Bei uns müssen die Mitarbeiter, die hoch hinaus müssen, einen Höhentauglichkeitstest machen“, berichtet Gebauer gelassen grinsend. Allerdings: Wer nicht mit dem Außenaufzug fahren will – die Grande Dame hält zwei Treppenhäuser bereit, die mit über 600 Stufen pro Treppenhaus das Fitnesstraining garantieren. „Manchmal, wenn der Aufzug nicht funktioniert, laufe ich auch“, sagt ein Arbeiter. Und so sieht er auch aus. Durchtrainiert.
Fassadenabriss ab Januar
Schutzfarbe: Das Innenleben des W 1 wird wetterfest gemacht.
Apropos Aussehen. Da kommt Etliches auf die Grande Dame zu. Im Januar beginnt, wenn die Witterung mitspielt, der Fassadenabriss, während innen die letzten Etagen von Bauschutt befreit, beschichtet und an den Decken in Fensternähe blau gestrichen werden. In den oberen Etagen Dunkelblau, nach unten hin heller werdend. „Mittlerweile ist die Medienfassade, von der wir am Anfang ausgegangen sind, tatsächlich zu einer Medienskulptur geworden“, sagt Vogel.
Einblick: Die Sanierungsarbeiten fördern viel Stahl zutage, der sonst verborgen ist.
„Das Haus hat während der Arbeiten eine architektonische Entwicklung durchgemacht.“ Heißt: Rund zwei Meter von der Fassade entfernt im Inneren des Baukörpers wird der „grüne Makrolonkern entstehen, eine transluzente schattierte grüne Kunststoffwand, die durch Lichtinszenierungen effektvoll hervortreten soll.
Die wiederum korrespondiert mit den blauen Decken und verschmilzt zur Konzernfarben-Kombo grün-blau. Außen drüber als neue Fassade kommt ein feines Metallgewebe mit 5,6 Millionen LED-Leuchten. Die sollen an zwei der Hauswände gut sichtbar einer Leinwand gleich als Werbefläche des Konzerns dienen. „Auf Höhe der heutigen Zentrale W11 wird ein Lichtrahmen angebracht“, erläutert Wolfgang Vogel.
Darunter bekommt die alte Dame zwar ebenfalls das „Stahlkettenhemd, aber ohne Beleuchtung, damit die Mitarbeiter in W11 nicht geblendet werden“, sagt der „Bauherr“. Dafür werden die Glasscheiben des Foyers mit grüner Folie ausgestattet, aus der der Makrolonkern herauswächst. Dann ist die Grand Dame fertig für den Neuanfang. Fast. Denn die Außenanlagen um W1 sollen noch zu einer Fortsetzung des Parks verschönt werden – aus der sich dann die neue Königin der Nacht strahlend grün-blau erhebt.
Rheinische Post: Fassaden-Abriss am Bayer-Hochhaus
Über den Dächern von Leverkusen:
In luftiger Höhe des 31. Stockwerks demontieren Arbeiter die Fassade des Bayer-Hochhauses. Fotos: Ralph Matzerath
Bilder am und im W1 (Bayer-Hochhaus) vom 24. Februar 2009
Freitag - 13.02.2009
Großflächige Demontage der Fassade von W 1 hat begonnen Hochhaus im Wandel
Lange Zeit spielte sich der Umbau der ehemaligen Konzernzentrale W 1 in Leverkusen zu einer Medienskulptur weitgehend im Verborgenen ab. Doch nun tritt das Projekt in eine neue Phase. Mit der Demontage der Fenster und Fassadenelemente verändert das frühere Bürohochhaus täglich sein Aussehen - in schnellen Schritten und für jedermann sichtbar.
Mit Hochdruck wird W 1 derzeit von der alten Fassade befreit. Rechts und links ist bereits der blaue Anstrich zu sehen.
Die oberen drei Etagen sind bereits völlig entblößt. Dort herrscht freie Sicht auf das stählerne Gerippe des Gebäudes. Kontinuierlich arbeiten Fachleute daran, weitere Glasscheiben zu entfernen, zu zerkleinern und abzutransportieren. An anderer Stelle werden derweil bereits Fassadenelemente zur Demontage vorbereitet und die Stahlträger mit einem Anstrich versehen, der sie später vor den Einwirkungen der Witterung schützt.
Von oben nach unten verliert W 1 somit Stück für Stück sein altbekanntes Gesicht - und lässt gleichzeitig immer deutlicher die künftige Gestaltung erkennen. In wenigen Monaten wird die alte Fassade komplett verschwunden sein. Wenn dann auch noch der weithin sichtbare grüne Kern aus dem Bayer-Kunststoff Makrolon und abschließend als äußere Hülle das Edelstahlgewebe mit den integrierten 5,6 Millionen LED-Leuchten installiert sind, ist die Medienskulptur vollendet.